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  • Im Mai 2008 begann das Forschungsprojekt „Städtische Performanz Bürgerschaftlicher Lebendigkeit“. Die lebensweltliche Forschungsperspektive richtet sich auf das Wechselwirkungsverhältnis zwischen Akteuren und ihrer Umwelt in ausgewählten Quartieren der Stadt Berlin. In neun Teilprojekten und auf drei inhaltlichen Ebenen untersuchen wir unterschiedliche Ausprägungen Bürgerschaftlicher Lebendigkeit, die Menschen durch aktive gemeinsame Gestaltung von Alltagswelt hervorbringen. Ziel unseres Forschungsprojektes ist es dabei, die vielfältigen Potenziale Bürgerschaftlicher Lebendigkeit auf der städtischen Alltagsebene aufzudecken, zu aktivieren und damit Impulse für einen Perspektivwechsel in der Stadtentwicklungspolitik zu geben. Die vom politisch- administrativen System nur selten unterstützte Bürgerschaftliche Lebendigkeit, in der sich vielfältige Potenziale in Permanenz entfalten und neu vernetzen, soll freigelegt und angestiftet werden. An den neun Teilprojekten untersuchen wir, wie lokale Akteure sich sozialräumlich vernetzen, in welcher Form sie ökonomisch verankert sind und welche sozialen, kulturellen und ökonomischen Versorgungssituationen sie im Einzelnen repräsentieren. Auf theoretischer Ebene folgt das praxisorientierte Forschungsprojekt dem lebensweltlichen Ansatz des Symbolischen Interaktionismus und Konzepten der Performativität und Performanz als forschungsleitendem Paradigma. Darüber hinaus stehen Konzepte zu Formen und Ausprägungen von Ökonomie, Raum und Netzwerk, ebenso wie Resilienz und Kreativität im Untersuchungsfokus.

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